Glück ist nicht eine Station, wo man ankommt, sondern eine Art zu reisen
(Margaret Lee Rumbeck)

Donnerstag, 11. November 2010

Resüme zum Castor Transport

Bevor es hier weiter geht möchte ich gern mein ganz persönliches Resüme niederschreiben.

Der Widerstand war ein voller Erfolg! Tausende haben friedlich gegen die verfehlte Atompolitik demonstriert!
Der Protest zog sich durch alle Gesellschaftsschichten und war vielfältig, bunt und kreativ!

Erschrocken bin ich ein wenig darüber, das doch viele immer noch meinen die Castoren würden in einem Salzstock lagern! NEIN! Sie lagern einen halben Kilometer entfernt, oberirdisch in einer Wellblechhalle wo sie zunächst 40 Jahre abkühlen müssen.
Auch kann man die Castoren nicht Endlagern!
Zur Endlagerung müssen sie geöffnet und die einzelnen Glaskoliken einzeln verpackt werden. Wie dies geschehen soll weiß niemand, denn dieses Verfahren wurde noch nicht erfunden!
nachzulesen HIER

Wenn man nun noch weiß, das ein einziger Castorbehälter genausoviel Radioaktivität enthält wie in Tschernobyl freigesetzt wurde und man DIESEN Artikel liest. Ist es unverantwortlich diese Behälter durch bewohntes Gebiet zu schicken!

"Castor schottern"

Es ist unerträglich und zynisch wie CDU und FDP durch gezielte Falschinformation versucht den Wendländischen Widerstand zu kriminalisieren!
Geschottert wird schon immer, da hat nie ein Hahn nach gekräht! Auch bei der friedlichen Widersetzen Blockade wurde geschottert, das wird nirgendwo erwähnt.
Jeder Wendländer weiß das vom Schottern keine Gefahr ausgeht und die Polizei auch! Trotzdem wird versucht die Angst der Leute zu schüren, die keine Ahnung davon haben.

Schottern ist das massenhafte entfernen von Schotter aus dem Gleisbett, was dem Zweck dient den Zug einige Zeit aufzuhalten, sowie alle anderen Blockadeformen auch.
Geschottert wurde, um niemanden zu gefärden lediglich die Bahnstrecke von Lüneburg nach Dannenberg. Auf dieser Strecke fährt NUR der Castor und somit werden keine anderen Züge gefährdet. Der normale Zugverker ist für die Woche des Transportes ausgesetzt.
Vor dem Castor fährt ein Reparaturzug der den Schotter auffüllt und neu verdichtet, dadurch besteht zu keinem Zeitpunk die Gefahr das der Castorzug entgleisen kann. Schottern dient lediglich dazu das der Castorzug mit angemessener Geschwindigkeit vom 30km/h durch`s Wendland rollt und nicht wie durch Karlsruhe mit 70 Sachen wo er nur für max 30-50km/h ausgelegt ist.

Polizeigewalt

Polizeigewalt findet in den Medien kaum Erwähnung, obwohl sie massenhaft stattgefunden hat!
Das liegt zum einen daran, das die Pressefreiheit von der Polizei missachtet wurde und Presse nicht zum Ort des geschehen vorgelassen wurde, zum anderen daran, das wegen der friedlichen Proteste die Gewalt nicht legitimiert war!
So wurden Blockaden augenscheinlich friedlich geräumt, sobald man aber außer Sichtweite der Presse waren wurden die Menschen brutal zusammengeknüppelt!
Die Polizei war völlig unorganisiert und überfordert! So waren es nicht die Trecker die die Versorgung abschnitten, sondern in erster Linie die eingenen Einheiten die die Strassen in Harlingen zugeparkt hatten.
Teilweise hatte es den Anschein als wäre das von der Einsatzleitung gewollt um die Beamten aggressiver werden zu lassen.
Ohne die vielen illegalen Aktionen der Polizei hätte der Castor viel länger gebraucht.
Ich finde es unerträglich wenn der Fahrer eines Wasserwerfers im Dienst Sarazin liest


- Illegale Hausdurchsuchungen stattfinden HIER 
- Kletterer von der Polizei NACHDEM der Castor im Zischenlager angekommen ist zum Absturz gebracht werden HIER
- Illegal französische, kroatische und polnische Polizei mitknüppeln darf HIER
- Über tausend friedliche Demonstranten eine ganze Nacht bei Minustemperaturen in einer, ungenehmigten, nach Nazimetoden erstellten, Gefangenensammelstelle, wie Vieh zusammengehalten werden HIER
- Die Bundeswehr nicht nur für die Verpflegung der Polizei sondern gegen das Volk eingesetzt wird HIER
etc.....

Fast wie Hohn klingt es wenn einen Tag nach dem Transport der Erkundungsstop aufgehoben und Zwangsenteignungen geplant werden!

Wir kämpfen weiter!
Am 21.12-23.12 rollt der nächste Castor durch`s Land nach LUBMIN!
Am Wochenende findet eine Kundgebung am Gorlebener Schwarzbau statt.

EDIT: Soebend hat der Ermittlungsausschuss Wendland eine Pressemitteilung zur Polizeigewalt veröffentlicht. Nachzulesen HIER 

Mit der Atomwirtschaft wurde ein Flugzeug in die Luft geschickt ohne eine Landebahn zu haben!
Natürlich muss der vorhandene Müll zurückgenommen werden, aber dann bitte mit dem möglichst geringsten Weg! Es kann nicht sein das hochgefährlicher Müll durch Großstädte quer durch Deutschland geschickt wird.
Unverantwortlich die Laufzeiten zu verlängern und noch mehr Müll zu produzieren wo es weltweit kein einziges Endlager gibt.
Gorleben ist jetzt schon aufgrund der geologischen Beschaffenheit völlig ungeeignet! Hinzu kommt das große Erdgasvorkommen unter dem Salzstock.
Es ist dringend notwendig andere Standorte zu untersuchen.

Kommentare:

Marion (SiMa) hat gesagt…

Liebe Tanja, vielen Dank für den Blick hinter die Kulissen !!

GGLG Marion

Susanne hat gesagt…

auch ich möchte DANKE sagen für die Darstellung der "anderen Seite" - das ist schon sehr interessant. Schon lange geahnt, aber noch nie so detailliert berrichtet bekommen... Und Danke für Dein Engagement und Einsatz.

Viele Grüße, Susanne

Beate hat gesagt…

So Tanja, jetzt probiere ich es nochmal! Danke für deine interessanten Berichte. Es hört sich schon anders an von dir, als wenn die Medien davon berichten.

Liebe Grüße
Beate

Andrea hat gesagt…

Liebe Tanja, ich muß ehrlich gestehen das ich bis zu diesem Transport nicht wußte, dass die Castoren überirdisch gelagert werden und das sie zur späteren Endlagerung noch einmal umgepackt werden müssen.
Noch mehr schockiert hat mich die Tatsache, dass eben noch keine Verfahren existiert um den Müll "umzuverpacken".
Grüßle Andrea

Fliegenpilzwerkstatt*Antonie Bönisch* hat gesagt…

Liebe Tanja,
vielen dank für die Informationen und die Bilder in deinem anderen Blog.Wie gut das es Menschen wie Dich gibt die den Mut haben in aller Öffentlichkeit ihre Meinung zu schreiben.

Ganz liebe Grüße von Tonie

Anonym hat gesagt…

Es ist aber auch mal interessant diese Seite zu sehen: http://www.bild.de/BILD/politik/2010/11/09/castor-transport-schlacht-gorleben/unsere-polizisten-sind-die-deppen-der-nation.html !!!
Sie sind nicht freiwillig dort und haben auch keinen Spaß daran, es ist ihr mies bezahlter Job und dafür müssen sie ihren Kopf hinhalten. Aber wehe es ist ein Kratzer am Auto, dann kann die Polizei nicht schnell genug dasein.
Es muß sich an die Politik gewandt werden und nicht an den kleinen Mann der nur seinen Job macht !

Leni Farbenfroh hat gesagt…

Aha, und das rechtfertigt alle im Grundgesetz festgehaltenen Artikel auszuhebeln?
Aufgabe der Polizei ist es auch das Demonstrationsrecht zu schützen!
Das was in der Bild geschrieben steht kann ich, obwohl ich die gesamte Zeit vor Ort war nicht bestätigen.
Ich gebe aber in dem Punkt Recht das der Protest sich gegen die Politik richtet und nicht gegen die Polizei. Anscheinend haben das die Polizisten nicht verstanden.
Natürlich wissen Polizisten das sie in solche Einsätze geschickt werden und haben die Möglichkeit sich Krank schreiben zu lassen oder zu remonstrieren. Kein Polizist darf aber gegen das Grundgesetz verstoßen! Das wurde im Wendland aber massiv außer Kraft gesetzt.

La - Li - Lö hat gesagt…

Liebe Tanja,

vielen Lieben Dank für die Links, werde sie heute noch genau durchlesen.
Es ist schön, dass du uns auch die andere Seite zum lesen gibst, nicht nur die, was der Fernseher / Radio usw uns zeigt.


GLG Jutta

Zitroenchen hat gesagt…

Auf jeden Fall hast du jede Menge Einsatz und Engagement gezeigt und deine Informationen sind sehr interessant.
lg

Anonym hat gesagt…

schade nur, dass dieses alles unsere Steuergelder kostet,
denn meist sind die, die da demonstrieren oft Hartz 4 Empfänger und die kann man finanziell ja nicht belangen !

ich bin wirklich nicht für die Atomkraftwerke, meiner Meinung könnte man die bald abschalten, wenn es wieder etwas mehr Geld für unsere PV Anlagen geben würde, dann könnte man wirklich bald von der Sonne leben !
Aber nein, dazu gibt es ja auch Gegner, die meinen sie müssen uns die Einspeisevergütung bezahlen !

tja, alles nicht so einfach

Leni Farbenfroh hat gesagt…

Doch es ist einfach! Wenn man sich nicht mit abgedroschenen Stammtischphrasen durchs Leben schlägt sondern sich informiert.
Warum zahlen die Atomkonzerne nicht für ihre Müllentsorgung? Jeder andere muss das schließlich auch! Durch die Verlängerung der Laufzeiten verdienen die Konzerne Milliarden. Im Übrigen kostet der Transport auf die Steuerzahler umgelegt gerade mal 0.07€ ich glaube das macht niemanden ärmer.
Wer lesen kann ist klar im Vorteil: NICHT Hartz 4 Empfänger waren auf der Straße sondern JEDE Bevölkerungsschicht, vom Unternehmer bis zum Landwirt, von den Kirchen bis zu den Gewerkschaften. Ich persönlich habe ein Unternehmerehepaar gesehen, das im Jaguar Decken an die Blockaden gebracht hat.
Der Protest ist breit gefächert!

Anonym hat gesagt…

Lies mal hier
http://www.pm-magazin.de/de/wissensnews/wn_id758.htm
Sowas kann jeder Zeit wieder passsieren oder einer der Supervulkane bricht aus. Dann haben wir für Jahre kein Sonnenlicht mehr. Was ist dann mit unserem Strom, wenn wir uns komplett von den Atomkraftwerken verabschiedet haben ??
Nicht mehr bezahlbar!!(Wäre er auch im jetzigen Fallnicht)Und für alle nicht ausreichend.
Ich bin eindeutig FÜR Atomkraft.

Leni Farbenfroh hat gesagt…

Also, ich weiß nicht aus welchen Quellen dein (Nicht)wissen noch kommt. Aber ich informiere mich nicht aus zweitklassigen möchtegern Wissenschaftszeitschriften.
Wenn man die Preise vergleicht ist es vielmehr so, das heute schon einige echte Ökostromanbieter günstiger sind wie die großen Lobbykonzerne! Das Märchen von günstigen Atomstrom ist schon seit Jahren wiederlegt. Wenn ein Supervulkan ausbrechen sollte wird wohl niemand mehr irgendeine Art von Strom brauchen ;O)Da es ohne Sonne keine Photosynthese und ohne Photosynthese kein Leben gibt. (Kurzfassung)
Damit möchte ich die Anonyme Diskussion hier beenden.

Marion (SiMa) hat gesagt…

Vielen Dank Tanja, daß Du diese armseelige und (warum?) anonyme Diskussion beendet hast ! Das tut ja weh beim Lesen und ich denke wie Du, wer seine Infos aus solchen bzw. diesen Medien holt, na dann gute Nacht !

GGLG Marion

Leni Farbenfroh hat gesagt…

*lach* Ich hatte Angst das als nächstes die Alieninvasion als Grund für Atomkraft angeführt wird. Da wären mir dann tatsächlich die Argumente ausgegangen. ;o)

Feenwerkstatt hat gesagt…

Liebe Tanja,
bitte veröffentliche diese sinnlosen, anonymen Kommentare nicht mehr. Sonst bekome ich noch Magengeschwüre. NATÜRLICH anonym, anständige Menschen haben einen Namen.
Und DANKE für all die Informationen aus erster Hand!!!!
Mir kocht da echt was über...irgendwie geht da etwas an der Politik vorbei. Definitiv auch schon lange vor Stutgart.
Ich glaube, die haben sich einfach zu sehr dran gewöhnt, daß die Deutschen leider ein eher unaufmüpfiges Volk sind.
Wird Zeit, daß sich das ändert.

Drück Dich ganz fest - die Anja

Meeresfrüchtchen hat gesagt…

Liebe Tanja! Mir war ja schon immer klar, dass das alles viel gefährlicher ist, als uns die Politiker weismachen wollen, aber Dein Blick hinter die kulissen war sehr informativ und hat mir weitere Hintergründe erklärt. Vielen Dank dafür!!!!Wenn ich in der nähe wohnen würde, hätte ich auch mit demonstriert, ganz klar. Ich freue mich jedenfalls sehr, dass es Widerstand gibt und dass es doch wieder menschen gibt, die mutig genug sind, sich aufzulehnen! hut ab vor der Zivilcourage! Wir dürfen keine dumme schafherde werden, die sich alles von oben diktieren läßt.
Seltsamerweise war in manchen Pro-Atomkraft-Berichten die Rede davon, dass es angeblich für die Mehrheit der Bevölkerung durchaus in Ordnung sei, dass die Laufzeiten verlängert werden etc. MICH hat niemand gefragt! Ehrliche, genaue und verständliche Aufklärung aller Volksschichten täte Not und dann ein Volksentscheid. Aber darauf können wir lange warten. Es zählt doch immer nur die Meinung der Machthaber und des Kapitals.

LG., Anne

Zora hat gesagt…

Vielen, vielen Dank für den Bericht! Ich freue mich, über jeden, der grün denkt, schreibt und handelt!
Ui, Dezember, das wird kalt! Aber ich habe mir fest vorgenommen, beim nächsten Transport dabei zu sein. *bibber*
Können die das nicht mal in den Sommer verlegen, wenn die Wasserwerfer eine freundliche Geste wären...
LG Zora

Süße Schnecke hat gesagt…

Huhu Tanja...

auch von mir noch ganz lieben Dank für Deine stetigen Infos zum Thema und auch für Deine Bilder...so bekommt man auch mal die Hintergrundinformationen - nicht nur die gesteuerten der Presse -.
Kompliment und Respekt für Deinen tatkräftigen Einsatz!

GLG Petra

Leni Farbenfroh hat gesagt…

Vielen Dank für eure Kommentare!

Es ist nicht schwer gegen Atomkraft zu sein, denn es gibt tatsächlich bei diesem Thema nicht einen einzigen Grund der dafür spricht!
Ich freue mich darüber das es in unserem Land immer mehr Menschen gibt die hinterfragen und sich informieren und auch, im Rahmen ihrer Möglichkeiten und ihrer Traute etwas unternehmen. Die Starken tragen die Schwachen und die Schwachen die Starken!
Genau das macht den Wendländischen Widerstand aus. Es ist das Zusammenspiel aller Aktionsformen und wer nicht vor Ort sein kann gibt Kraft durch Solidaritätsmails, wechseln des Stromanbieters und/oder Spenden. Jeder kann etwas tun! Egal wo!

Murkelmama´s Blog hat gesagt…

Danke Tanja,
uuund, es gab zum Glück auch einige Presseberichte im

FErnsehen, wo zu sehen war, das Polizisten friedliche Sitzdemonstranten gleich zusammengeknüppelt haben.
Das geht einfach nicht!!!

Weist du, ich habe auch meine Meinung dazu.

Es ist üüüüüberhaupt kein Thema das Ihr Euch wehrt, das Gorleben evtl. Endlager wird, die Politik ist sich sowas von uneins und widerspricht sich gegenseitig..
ich finde es klasse, was Ihr als Wendlandbewohner und versch. Initiativen auf die Beine gestellt habt..
was immer! ein negativbild auf solche Aktionen wirft, sind die Krawallherrschaften, die NICHT friedlich demonstrieren, bei den mal ein Molotovcocktail fliegt, was auch nicht sein kann...

ich drücke Euch jedenfalls alle Daumen und Hände und auch die Zehen, das Gorleben nicht als Endlager ausgebaut wird..
sollen sie doch ein Endlager mitten in die Pampa setzen, fernab von bewohnten Gebieten...
glg steffi

Anonym hat gesagt…

lIEBE lENI;

AUCH MAL EIN bLICK VON DER ANDEREN sEITE: mEIN kUMPEL IST pOLIZIST UND WAR AUCH IM wENDLAND. Übrigens auch kein Freund von Atomkraft, aber mit voller Seele Gesetzeshüter. Sitzblokaden findet er auch durchaus okay und die Greenpeaceaktion als intelligentes Vorgehen. Aber die Agressionen, die ihm entgegenschlugen, waren alles andere als lustig. Wenn du für die Verpflegungsorganisation von über 100 Leuten unterwegs bist und von Demonstratenten nachts am Durchkommen gehindert wirst, diese dann da Anzahlmäßig in der Überzahl sind, durchsucht wirst -er hätte schießen dürfen, da er angegriffen wurde, hat er aber nicht getan,um die Situation nicht noch weiter anzuspannen!!!, da seinen Kollegen bei der letzten Tour die Reifen durchstochen wurden und dann an den Trümmern ausgebrannter Polizeiwagen vorbeifährst - ich weiß nicht, ob man dann noch von friedlichen Demonstrationen reden kann. Ich denke wir sollten nicht verallgemeinern. Es gab viele friedliche Demonstranten und ebenso viele gewaltbereite und auf der gegenseite war es nicht viel anders. Nur das Problem wird dadurch nicht gelöst. Atomkraft muss enden und wir müssen für unseren Müll eine Lösung finden und zwar schleunigst. Gorleben war damals politisch fast ein Niemandsland und wurde deswegen ausgewählt. Die Situation hat sich geändert also muss auch die Suche geändert werden. Alle friedlich an den Tisch und - ich gebe da die Hoffnung nie auf - vielleicht findet sich auch dann eine Lösung.

LG Meike

Leni Farbenfroh hat gesagt…

Liebe Meike,

ich habe deinen Anonymen Kommentar noch veröffentlicht, weil ich das was du schreibst ernst nehme.
Ich schreibe hier das was ich vor Ort beobachtet und erlebt habe.
Ich wohne direkt in Harlingen und habe das sehr anders wahrgenommen. Ganz sicher gehöre ich nicht zu den Leuten die andere, ob Polizist oder nicht anpöbeln. Von brennenden Polizeiauto`s kann so nicht die Rede sein. In der Göhrde wurde versucht ein Räumfahrzeug fernsehgerecht in Brand zu setzen. Das war der einzige Zwischenfall der in dieser Art stattgefunden hat. Und auch dort ist es nicht klar ob es tatsächlich jemand aus dem Kreis der Autonomen war. Wenn man nun das Bild aus der Bildzeitung nimmt und genauer schaut. Sieht man das es sich nicht um einen Molotowcoctail handelt sondern um eine leere CS Gas Granate wie sie von der Polizei in der Göhrde massenhaft verschossen wurde. Es handelt sich dabei um den größten CS Gas Angriff der Polizei in der Geschichte der BRD. Wenn man das Bild kritisch hinterfragt, und sich die Frage stellt "Wohin wirft der Vermumte?" Kann es nur die Antwort geben: "Auf den Fotografen!" Das Bild wirkt sehr gestellt. Der CS Gas Angriff im Wald war so massiv, das die Harlinger Haustiere in die Wohnungen geflüchtet sind und unsere Katzen erst vor zwei Tagen wieder begannen draußen zu laufen.
Die Polizeigewalt war unangemessen und willkürlich und die Gasangriffe fanden zum Teil mehrere 100m von der Sperrzone entfernt statt.
Das die Polizisten nichts zu essen bekommen haben sollen liegt wohl eher an deren völlig chaotischer Einsatzplanung und diese Beschwerde sollte wohl eher an die eigene Einsatzleitung geschickt werden. Es zeigt aber das ganze Dilema einer völlig unorganisierten Polizei. Ich selbst habe in Harlingen sehen können, das es keine Traktoren waren, die den Nachschub für die Polizei behinderten, sondern die eigenen Einheiten! Wenn man mit 8 Hundertschafften, 10 Wasserwerfern, einigen Räumpanzern in einen 850m langen Feldweg der auch noch eine Sackgasse ist fährt muss man sich nicht wundern das kein Essen mehr durchkommt.
Teilweise hatten sie sich so eingeparkt, das sie selbst zu Fuß nicht mehr durchkamen und die wiederrechtliche Abkürzung über unser Grundstück genommen haben. (Was noch rechtliche Kosequenzen haben wird)
Nun noch zu dem, das du schreibst, es waren genausoviele friedliche wie militante Demonstranten. Dazu hat selbst die Polizei in ihren Pressemitteilungen geschrieben, das der militante Teil der Demonstranten bei unter 1% lag.
Ich glaube dein Bekannter wollte da wohl eher ein bißchen auf "ich armer Polizist" machen.

Liebste Grüße Tanja

Leni Farbenfroh hat gesagt…

Liebe Meike, nun nochmal zu diesem Satz von dir, der belegt das dein Bekannter dir wohl eher einen Bären aufgebunden hat:

>er hätte schießen dürfen, da er angegriffen wurde, hat er aber nicht getan,um die Situation nicht noch weiter anzuspannen!!!<

Schusswaffen dürfen bei solchen Einsätzen nicht getragen und mitgeführt werden. Wenn er eine dabei hatte verstößt das gegen das Waffengesetz! Das Demonstranten Polizisten durchsuchen halte ich ehrlich gesagt für absoluten Nonsens...

Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.

Albert Einstein